Mein Jahr 2018

Obwohl ich auf meinem Blog nicht sehr aktiv war, hatte ich ein fotografisch sehr erlebnis- und erfolgreiches Jahr 2018.

Es begann mit einigen Besuchen bei einem Waldkauz, der sein Quartier im Schornstein einer alten Jagdhütte bezogen hatte.

Waldkauz No.1 im Schornstein einer alten Jagdhütte im Wald, Nikon D500 Sigma 150-600 Sports 1/1600s f6,3 ISO1600, Handgehalten

Dann hatte ich die Gelegenheit, einen Sprung Rehe durch den Winter zu begleiten. Sie hielten sich zuverlässig auf einigen nur zum Teil abgeernteten Gemüsefeldern und dem brachliegenden Gelände einer ehemaligen Gärtnerei auf. Dies ermöglichte mir, sie in diversen Wetterlagen und Lichtsituationen dokumentieren zu können.

Rehbock im Gegenlicht. Nikon D500 Sigma 150-600 Sports 1/2500s f6,3 ISO800, Handgehalten
Ricke im Seitenlicht, Nikon D500 Sigma 150-600 Sports 1/2000s f6,3 ISO800, Handgehalten

Auch nach einem plötzlichen Wintereinbruch gelang es mir, einige Aufnahmen zu machen. Dabei musste ich mit äußerster Vorsicht vorgehen, denn Rehe vertragen Störungen im Winter nicht besonders gut, da der Nahrungserwerb für sie dann besonders schwierig ist.

Rehbock im Schnee, Nikon D500 Sigma 150-600 Sports 1/1000s f6,3 ISO1600, Handgehalten

Die Temperaturen sind so weit gefallen, dass die Koldinger Seen zugefroren waren. So, dass die in großer Zahl vorhandenen Wasservögel sich um die verbliebenen freien Wasserstellen scharten.

Gänse auf dem zugefrorenen Koldinger See. Nikon D500 Sigma 150-600 Sports 1/1000s f6,3 ISO1600, Handgehalten

Das Zufrieren der Seen wirkte sich auf die benachbarten Biotope aus, da die Wasserbewohner auf die offenen Fließgewässer in der Umgebung auswichen. Dementsprechend verlagerte sich auch meine fotografische Aktivität. In den Monaten Januar bis März habe ich, aus einem selbstgebauten  Tarnversteck heraus, Wasservögel an der Leine bei Koldingen fotografiert. Ich wählte einen Platz, an dem ich häufig Kormorane beim Fischen und Sonnen beobachten konnte. Bereits beim Bau des Verstecks setzte sich ein Eisvogel auf den Rohbau. Ich konnte dort neben diversen Entenarten auch einige Wintergäste (Vögel, die im Winter aus kälteren Gefilden zu uns ziehen) ablichten. Neben Kormoranen und Reihern gaben sich u.a. Schellente, Schnatterente, Reiherente, Zwergtaucher, Zwergsäger sowie den unten abgebildeten Gänsesäger die Ehre.

Gänsesäger (Mergus merganser) auf der Leine im Morgenlicht. Nikon D500 Sigma 150-600 Sports 1/3200s f9 ISO3200, 900mm EFL, Handgehalten

Bei einem Ansitz an einem renaturierten Bachlauf in der Feldmark, zog eines Morgens eine Rotte Wildschweine an mir vorbei.

Wildschweinrotte. Nikon D500 Sigma 150-600 Sports 1/3200s f9 ISO3200, 900mm EFL, Stativ

Ich folgte ihnen unauffällig und brachte meine Kamera im Bachlauf stehend in Position. Die Rotte zog daraufhin direkt auf mich zu und kam nur wenige Meter vor mir zum Stehen – sehr beeindruckend, ihnen so gegenüberzustehen! Irgendwann kamen sie mir allerdings zu nah und ich machte mich „groß“ und schaute über mein Stativ hinweg, hinter dem ich mich unter einem Tarnschal verborgen hatte. Nun identifizierten die Wildschweine mich als Menschen und nahmen schnell Reißaus.

Anschließend sammelten sie sich auf dem anliegenden Feld, steckten die Köpfe zusammen und es schien als würden sie beratschlagen, wie es nun weitergehen sollte.

Popoparade. Nikon D500 Sigma 150-600 Sports 1/3200s f9 ISO3200, 900mm EFL, Stativ

Einmal auf den Geschmack gekommen, zog es mich in Folge häufiger in Wildschwein-Terrain. Deshalb besuchte ich die Moorgebiete, die sich im Norden der Region Hannover befinden.

Sonnenaufgang im Moor, Huawei P9

Anstelle von Wildschweinen stieß ich allerdings auf Kraniche, von denen einige dort, wie mir später berichtet wurde, sogar zum Brüten verweilen.

Kranich im Moor, Nikon D500 Nikon 200-400 f4, 1/640s f5.6 ISO400, 600mm EFL Handgehalten

Ende März wurde es noch einmal kalt. Ich hatte das Glück an einem dieser kalten Tage einen jungen Rehbock im Morgenrot fotografieren zu dürfen und wurde anschließend von schneebedeckten Baumstämmen zu Wischerbildern inspiriert.

Rehbock im Morgenlicht, Nikon D500 Nikon 200-400 f4, 1/1250s f4 ISO2000, 600mm EFL Handgehalten
Kreative Expertimente im verschneiten Wald, Nikon D500 Nikon 200-400 f4, 1/10s f11 ISO64 300mm EFL Handgehalten

Der Frühling wurde für mich durch die Blüte der Buschwindröschen eingeleitet:

Buschwindröschen. Nikon D500 Sigma 150-600 Sports 1/2500s f6.3 ISO800, 900mm EFL,

Im Deister blühte der Bärlauch…

Bärlauchblüte im Deister. Fuji X100t 1/125s f3.2 ISO250, 35mm EFL Handgehalten

und dort konnte ich den zweiten Waldkauz des Jahres aufspüren.

Waldkauz No.2. Nikon D500 Sigma 150-600 Sports 1/3200s f9 ISO3200, 900mm EFL, Stativ

Auch im Moor hielt der Frühling Einzug.

Große Heidelibelle auf einer Moorgrasblüte, Nikon D500 Sigma 150-600 Sports, 1/1000s f8 ISO400

Jungtiere im Frühling: Füchse, Gänse und Dachse

Jungfüchse an ihrem Bau, Nikon D500 Sigma 150-600 Sports 1/3200s f9 ISO800, 900mm EFL, Stativ
Ansitz bei den Füchsen , Fuji X1oot 1/140s f2 ISO200, 35mm EFL, Handgehalten

Ich lernte dieses Jahr die Bedeutung von „jemanden unter die Fittiche nehmen“ aus einem völlig neuen Blickwinkel kennen. Denn ich konnte beobachten, wie eine Gänsemutter ihre Küken zum Schlafen unter ihren Flügeln verbarg.

Gänsemutter mit Küken. Nikon D500 Sigma 150-600 Sports 1/3200s f9 ISO3200, 900mm EFL,

Nach einem Tip eines ortsansässigen Bauern habe ich einen Dachsbau in der Feldmark aufspüren können. Der Dachsbau hat solche Ausmaße angenommen, dass er sogar bei google maps zu sehen ist:

Dachsbau in der Feldmark. ©Google.com
Dachsjunges vor dem Bau am Rande des Rapsfeldes. Nikon D500 Sigma 300mm f2.8,  1/160s f2.8 ISO320 ISO1600, 450mm EFL Stativ
„Maskerade“ beim Ansitz am Dachsbau in der Feldmark, Fuji X1oot 1/25s f2.8 ISO6400, 35mm EFL, Handgehalten
Dachskopulation. Nikon D500 Sigma 300mm f.28, 1/10s f6,3 ISO6400, 450mm EFL, Stativ

Bereits aus vorangegangenen Jahren war mir bekannt, welch vielfältigen Lebensraum der Raps bietet. Zahlreiche Säugetierarten finden hier Unterschlupf und Insekten und Vögel ein großes Nahrungsangebot.

Hase in einer Treckerspur im Rapsfeld, Nikon D500 Sigma 150-600 Sports, 1/250s f8 ISO 800, 900mm EFL, Handheld

Bei meinen Ansitzen in der Feldmark konnte ich immer wieder Rotmilane fotografieren. Nachfolgend habe ich ein Foto gewählt, das einen von ihnen in der Abendsonne zeigt.

Rotmilan. Nikon D7000 Sigma 150-600 Sports, 1/1600s f9 ISO800, 900mm EFL Handgehalten

Während zahlreicher Ansitze bei den Dachsen im Wald konnte ich nicht nur das Verhalten junger Dachse beobachten, sondern hatte auch einige Zufallsbegegnungen mit anderen Tieren. Rehe und Waschbären schlichen an mir vorbei, eine Wildschweinrotte zog durch das Unterholz, in der Ferne hörte ich das Bellen der Füchse und in der Nähe den Gesang der Vögel. Eine Skorpionsfliege, die mir bis dahin noch völlig unbekannt war, setzte sich direkt neben mich auf einen Ast.

Das Insekt des Jahres: die Skorpionsfliege, Huawei P9
Dachs im Zwielicht des Waldes, Nikon D7000 Sigma 300mm f2.8, 1/100s f2.8 ISO1600

Nach dem Ansitzen am Dachsbau habe ich mich in mein Tarnzelt am Waldrand zurückgezogen. Das durfte ich hier nach Rücksprache mit dem Jagdpächter aufstellen (Vielen dank Andree!). Als ich später von den morgendlichen Rufen des Waldkauzes geweckt wurde, habe ich dort Schwarzmilane fotografieren können, ohne diese bei ihrem Brutgeschehen zu stören.

Junge Schwarzmilane in der Krone ihres Nistbaumes im Licht der aufgehenden Sonne. Nikon D500 mit Sigma 150-600 Sports und 2.0 Telekonverter, 1/160s f13 ISO1600, 1800mm EFL, Stativ, Tarnzelt
Tarnzelt im Wald in der Nähe des Horsts der Schwarzmilane, Huawei P9
Ein Elternvogel kommuniziert mit seinen Jungen von einer Sitzwarte. Nikon D500 mit Sigma 150-600 Sports, 1/250s f6.3 ISO1600, 900mm EFL, Stativ, Tarnzelt
Einer der adulten Schwarzmilane kehrt mit Futter zum Nest zurück. Nikon D500 mit Sigma 150-600 Sports und 2.0 Telekonverter, 1/160s f13 ISO1600, 1800mm EFL, Stativ, Tarnzelt

Auf dem Weg vom Dachsbau zu meinem Schlafplatz im Tarnzelt konnte ich wiederholt Glühwürmchen (eigentlich Glühkäfer) beobachten. Diese musste ich natürlich auch fotografieren, was sich jedoch als nicht so einfach herausstellte. Mit Hilfe meiner Kopflampe gelangen mir nach etlichen Versuchen aber doch noch einige ansprechende Aufnahmen.

Glühkäfer im Licht meiner Kopflampe, Nikon D500 Sigma 17-70f2.8-4, 2s f11 ISO800, 105mm EFL, Stativ

Ende Juni habe auch ich natürlich Fotos der Totalen Mondfinsternis gemacht, handelte es sich doch mit 103 Minuten um das längste Ereignis dieser Art in diesem Jahrhundert.

Totale Mondfinsternis, Nikon D500 Sigma 150-600 Sports 1s f6.3 ISO800, Stativ

Der Blühstreifen entlang des renaturierten Bachlaufs, an dem ich auch die Wildschweine fotografieren konnte, war im Sommer ein einziges Schmetterlingsparadies, in dem sich unter anderem Admirale, Baum-weißlinge, Füchse, Große Ochsenaugen, Perlmuttfalter, Pfauenaugen, Kohlweißlinge, Zitronenfalter und die unten abgebildeten Bläulinge tummelten.

Bläulinge werden bei der Paarung von einem Artgenossen angeflogen. D500 Sigma 150-600 Sports 1/1600s f9 ISO400, Handgehalten
Ein seltener Gast in der Region Hannover – ein Widehopf machte auf dem Durchzug in Hannover halt. D500 Sigma 150-600 Sports 1/1000s f8 ISO1600, Handgehalten aus dem Autofenster

Auch in der Blattzeit (Jägersprache für die Paarungszeit der Rehe; sprachlich hergeleitet vom „Blatten“, dem Anrufen der Rehböcke durch das Nachahmen der Geräusche einer Ricke, was ursprünglich auf einem Blatt erfolgte) war ich fotografisch aktiv und konnte immer wieder Ricken und Böcke gemeinsam festhalten. Auch eine Kopulation konnte ich beobachten, da sie jedoch lange nach sonnenuntergang stattfand, gibt es davon leider kein Foto.

Rehe zur Blattzeit beim Spurt durch die Feldmark. D500 Sigma 150-600 Sports, 1/2000s f6,3 ISO800 Handgehalten

Im Sommer habe ich gemeinsam mit Max Kesberger die erste Kamerafalle aufgestellt.

Waschbären auf der Pirsch. Kamerafalle aus Nikon D5100 Sigma 30mm f1.4, 1/8s f9 ISO200. Ausgelöst durch einen IR-Bewegungsmelder

Nach ersten Erfolgen zeichnete sich eine neue Leidenschaft ab und es ergab sich mittlerweile das Projekt wildesnachtleben.de , durch das wir u.a. mit der Deutschen Wildtierstiftung in Kontakt kamen und mit dem BUND an der Lockstockkartierung für Wildkatzen teilnehmen. Außerdem haben wir im Rahmen des Projektes diePflanzaktion eines Wildkatzenkorridors der Kreisgruppe Hameln-Pyrmont fotografisch begleitet.

Im Herbst verschlug es mich für einige Zeit nach Brandenburg, genauer gesagt in die Region Motzen. Auch dort habe ich mich natürlich fotografisch betätigt und unter anderem ein Tarnversteck zum Fotografieren von Eisvögeln gebaut.

Eisvogel, Nikon D500 mit Sigma 150-600 Sports 1/250s f6.3 ISO800, Stativ, Tarnversteck

Vor Ort habe ich einen Förster kennengelernt, der mir zahlreiche gute Tips gegeben hat, wie ich in der Region an Motive komme und der mir gestattete, von einem seiner Ansitze, nahe eines Brunftplatzes, zu fotografieren. Das Brunftgeschehen konnte ich leider nicht festhalten, aber allein das Röhren der Hirsche aus dem Dunkel des Waldes zu hören, war ein spektakuläres Erlebnis. Später wurde ich dann aber doch noch in Form eines vorbeiziehenden Hirsches für meine Geduld belohnt.

Rothirsch, Nikon D500 Sigma 150-600 Sports 1/100s f6.3 ISO8000, Stativ

Im Oktober diesen Jahres war ich in Linum (Brandenburg), um Kraniche zu fotografieren; die offiziellen Zählungen ergaben, dass dort bis zu 75000 Exemplare gastierten.

Ein Trupp Kraniche zieht auf ihrem Weg an der Sonne vorbei
Die Kraniche auf dem Weg zu ihren Schlafplätzen, Feuchtwiesen bei Linum. Nikon D500 Sigma 300mmf2.8 + 1.4 Telekonverter 630mm EFL 1/1250s f8 ISO400 Handgehalten

Zum Abschluss meines Aufenthalts in Motzen machte ich noch eine Tour zu den Bartmeisen mit Uwe aka Tagesenergie.

Männliche Bartmeise im Schilf. Nikon D500 Sigma 300mm f2.8, 1/800s f4 ISO800 , 450mm EFL Handgehalten

Zurück in der Region Hannover habe ich dann einige schöne Herbstfotos, eines mir lange vertrauten Waldkauzpärchens, machen können.

Waldkauzpärchen (Waldkäuze No.3 und No.4) am Benther Berg. Nikon D500 Sigma 300mm f2.8 + 1.4 Teleconverter + 2.0 Teleconverter, 1/40s f13 ISO1600 1260mm EFL, Stativ


Durch meine Aktivitäten bei Instagram lernte ich den wunderbaren Christian Jakimowitsch kennen, mit dem ich mich sofort durch zahlreiche Gemeinsamkeiten verbunden fühlte, und wir alsbald beschlossen, zusammen einen Trip zum Fotografierten zu organisieren. Dieses Unterfangen führte uns in das Revier der Sperlingskäuze. Wind und Wetter schienen uns einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen, doch auf dem Rückweg zum Auto hatten wir doch noch das „Glück der Tüchtigen“ und eine der wunderbaren kleinen Eulen saß uns bei äußerst widrigen Bedingungen Modell.

Mein erster Sperlingskauz. Nikon D500 Sigma 300mm f2.8 + 2.0 Telekonverter, 3s f5.6 ISO3200, Stativ

Später im Herbst erfuhr ich durch Freunde, dass das Fotostudio Kurth in Seelze Bilder für einen Benefizkalender zu Gunsten des Seelzer-Brotkorbs suchte. Da ich im Einzugsbereich der Stadt Seelze aufgewachsen bin und mich meine fotografischen Aktivitäten dort immer wieder hinziehen, beschloss ich einige meiner dort entstandenen Bilder einzureichen – mit dem Erfolg, dass das unten abgebildete Fuchsbild abgedruckt wurde – und Patricia Chadde von der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung auf mich aufmerksam wurde. Daraus resultierte, dass sie ein Interview mit mir führte, das sowohl im Print als auch auf der Homepage der HAZ veröffentlicht wurde. Den Artikel findet ihr hier.

Dieses Foto von Fuchswelpen an ihrem Bau wurde im Benefizkalender Seelze und der HAZ abgedruckt. Nikon D500 SIGMA 150-600 900mm EFL 1/1250s f8 ISO400 Stativ

Dies war für mich der krönende Abschluss eines bewegenden Jahres und ein ordentlicher Motivationsschub für das Jahr 2019.

Da dieser Blogpost jetzt wirklich sehr lang geworden ist, verspreche ich euch, dieses Jahr häufiger zu posten. Wenn ihr Interesse daran habt, zu einem der Themen mehr zu erfahren, schreibt mir gerne in die Kommentare, eine Email oder über einen meiner Social Media Kanäle und freut euch schon mal auf neue Inhalte. Für dieses Jahr habe ich einige spannende Projekte geplant.

Nikon D500 Sigma 300mm f2.8, 1/3200s f8 ISO800

Die Homepage zum Kamerafallen-Projekt WildesNachtleben.de ist jetzt online

Mein Freund Max Kesberger und ich haben im Frühjahr die 2018 damit begonnen ein Kamerafallen-Projekt in die Tat umzusetzen. Während wir uns in das Thema eingearbeitet haben, haben wir bereits ein kleines Waldstück, in dem wir uns von den Waldeigentümern und dem Jagdpächter die Einwilligung geholt haben Kameras aufzustellen, nach den besten Standorten abzusuchen. Dazu haben wir die am meisten frequentierten Wildpfade auf Trittsiegel hin untersucht und mit Wildkameras festgestellt welche Waldbewohner wir wann und wo erwarten können. Parallel dazu haben wir Sensoren entwickelt und diese sowie Gehäuse für unsere Kameras und Blitze konstruiert um diese dann an den vielversprechendsten Orten aufzustellen. Mittlerweile haben wir so Fotos von Dachsen, Füchsen, Mardern, Rehen, Waschbären, Wildschweinen, und wie unten abgebildet sogar von Wildkatzen Fotos generieren können. Die Homepage zum Projekt ist jetzt seit einigen Tagen Online und unter www.wildesnachtleben.de zu finden.

www.wildesnachtleben.de
Wildkatze, Nikon D5100 mit Sigma 30mm f1.4, 1/10s f9 ISO200, Selbstgebauter IR-Bewegungssensor

Aiko Sukdolak Naturfotografie in der HAZ

Nach dem es eines meiner Bilder in den Benefizkalender zu gunsten des Brotkorbs Seelze geschaft hatte, den das Fotostudio Kurth in Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing der Stadt Seelze herausgibt, wurde mir die Ehre zu teil ein Interview mit Patricia Chadde von der HAZ/Neuen Presse Hannover führen zu dürfen.

Den Artikel könnt ihr entweder direkt hier im Blog oder auf haz.de lesen, dort findet ihr auch eine Galerie mit einigen meiner Aufnahmen aus dem Seelzer Stadtgebiet.

Artikel in der HAZ vom 15.12.2018

Waldohreulen in der Region Hannover – Teil 2 – Juni 2017

Wie bereits im Mai, habe ich auch im Juni wieder etliche Besuche bei einer  Waldohreulen-Familie in der Region Hannover unternommen.

Im ersten Blog war bis auf ein totes Junges allerdings noch keine Spur von den jungen Eulen zu sehen gewesen… dies sollte sich allerdings bereits beim ersten Besuch im Juni ändern. Ich konnte die noch ganz grau und flauschigen Waldohreulen-Ästlinge in der Nähe ihres Nestes fotografieren.

Waldohreulenästling, Nikon D500 1/320 f6,3 ISO4000, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, Handgehalten

Die Kleinen verbargen sich so gut es ging zwischen den Blättern und Blüten des Nestbaumes, einer alten Robinie sowie in den Misteln, in denen das Nest verborgen war. Ab und an watschelte jedoch eines der Jungen weit genug auf den größeren Ästen entlang, um sich fotografieren zu lassen.

Waldohreulenästling, Nikon D500 1/3 f6,3 ISO3200, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, Stativ

Waldohreulenästling, Nikon D500 1/3 f6,3 ISO3200, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, Stativ

Nikon D500 1/8 f6,3 ISO3200, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, Stativ

Die jungen Eulen, haben wenn sie bei einbrechender Dunkelheit etwas aktiver wurden immer wieder ihre Fähigkeiten ausprobiert. D.h sie haben all einer Eule möglichen Bewegungen geprobt, was zum schreien komisch aussah; aber seht selbst:

Auch die adulten Wahldohreulen haben wieder ganz formidable Fotomotive abgegeben.  Eine der Eulen saß im Blattwerk in der Nähe des Nestes und beobachtete geduldig mein fotografisches Treiben.

Sie ließ sich auch nicht dadurch aus der Ruhe bringen, dass ich mich unter ihr auf eine Mauer legte, um sie über mir durch das Blattwerk zu fotografieren.

Nikon D500 1/125 f6,3 ISO1600, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, Handgehalten

 

Nikon D500 1/100 f7,1 ISO2000, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, Handgehalten

Ihr Blick verfolgte mich auch noch als ich einen Bogen um ihren Sitzplatz machte um sie im Kontext des Baumes zu fotografieren.

Nikon D500 1/200 f7,1 ISO1600, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, Handgehalten

Bei einem weiteren Besuch bei den Eulen konnte ich erstmals beide Ästlinge zusammen auf einem Bild festhalten; sie saßen gemeinsam auf einer Eiche nahe ihres Nestbaumes, d.h. sie hatten bereits ihre ersten Flugversuche unternommen.

Nikon D500 1/400 f6,3 ISO800, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, Handgehalten

Nach kurzer Zeit flatterte dann eine der jungen Eulen davon und auch die andere testete ihre Flügel, entschied sich aber dagegen abzuheben…

Nikon D500 1/400 f6,3 ISO800, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, Handgehalten

..statt dessen entschied sie sich, ich meine Richtung zu schimpfen und dann weiter zu chillen.

Nikon D500 1/500 f6,3 ISO800, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, Handgehalten

Die Ästlinge zu beobachten ist bisweilen alles andere als spannend, die meiste Zeit sind sie äußerst träge beim Sonnenbaden.

Als sich die Sonne dem Horizont näherte, suchte ich erneut den Ansitz der adulten Waldohreule auf. Die Eule wurde jetzt von direktem Sonnenlicht, das seinen Weg durch das Grün fand, illuminiert.

Nikon D500 1/400 f7,1 ISO4000, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, Handgehalten

Auch die Jungvögel blieben zunächst an ihren Plätzen in der Eiche.

Nikon D500 1/400 f7,1 ISO12800, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, Handgehalten

Nikon D500 1/200 f7,1 ISO12800, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, Handgehalten

Um dann, im letzten Licht des Tages, wieder zusammen zu finden.

Nikon D500 1/200 f7,1 ISO8000, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, Handgehalten

Nikon D500 1/320 f7,1 ISO8000, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, Handgehalten

Auch beim nächsten Besuch am Nest fand ich zunächst ein einzelnes Junges vor, das auf einem der dickeren Äste der Robinie den Tag verbrachte.

Nikon D500 1/640 f7,1 ISO3200, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, Handgehalten

Etwas später flog es dann zu ihrem Geschwisterchen und nahm direkt neben ihr platz.

Ich hatte dann das Glück dokumentieren zu dürfen, wie eine der jungen Eulen  Gewölle auswürgte.

Junge Waldohreule beim Würgen, Nikon D500 1/125, f7,1 ISO3200, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, Handgehalten

Nachdem der Magen geleert war, widmeten sich die beiden jungen Waldohreulen der gegenseitigen Gefieder- und wie es scheint Fußpflege 😉

Nikon D500 1/800 f6,3 ISO8000, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, Handgehalten

Nikon D500 1/800 f6,3 ISO8000, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, Handgehalten

Nikon D500 1/400 f6,3 ISO3200, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, Handgehalten

Hier noch ein Foto,  bei der Arbeit (Danke Fiona):

Bei der Arbeit. Fuji X100t 1/125 f2,8 ISO640, 35mm EFL

Zu guter letzt möchte ich euch noch ein Video zeigen, das die beiden Ästlinge beim „Spielen“ und der gegenseiten Gefiederpflege zeigt.

Damit galt es für mich von den Waldohreulen Abschied zu nehmen, da sie von nun an ihrer eigenen Wege gingen und nicht mehr in der Nähe des Nistplatz anzutreffen waren.

Es war eine große Freude für mich die Eulen zu beobachten, die Jungen heranwachsen zu sehen, und bei der Gelegenheit gleich auch noch meine familiären Bande zu vertiefen. Ich hoffe auf die Waldohreulen, auf dass sie den gleichen Nistplatz im nächsten Jahr wieder aufsuchen 😉

Waldohreulen in der Region Hannover – Teil 1 – Mai 2017

Bei einem Fotoabend mit meiner Familie in der Region Hannover, hat mein Cousin Hajo mir erzählt, dass er mehrmals eine Eule in der Nähe seiner Wohnung beobachten konnte. Ich war sofort angefixt, habe ihn interviewt und gebeten, die Augen offen zu halten.

Da mein Cousin ebenfalls sehr naturbegeistert ist und selber gerne fotografiert, hat er sich der Sache natürlich angenommen. Ein paar Sichtungen zu später Stunde, und er konnte eine Häufung der Sichtungen in einer spezifischen Region Hannovers ausmachen und hat diese genauer untersucht. Das Ergebnis seiner Suche war ein toter Nestling, der unter einer Baumgruppe lag und eine kopflose Krähe, die er nicht weit von seinem ersten Fund entfernt am Boden fand.  Er konnte in der Nähe beider Funde aber weder ein Nest noch die Elternvögel ausmachen.

Toter Eulen Nestling am Boden. Panasonic DMC-FZ150 f4 1/200 ISO100 26mm EFL. ©Hajo Krüger

Kopflose Krähe. Panasonic DMC-FZ150 f3.5 1/60 ISO160 109mm EFL. ©Hajo Krüger

Wir konnten den Nestling zwar als Eule identifizieren, jedoch nicht mehr um welche Eulenart es sich handelte.  Die tote Krähe ließ jedoch den Schluss zu, dass es sich evtl. um Waldohreulen handeln könnte, da diese gerne in aufgegebenen Krähennestern nisten; nur dass das Nest in diesem Fall wohl nicht wirklich aufgegeben wurde, bzw. die ehemaligen Bewohner zurückgekommen waren, um das Nest für sich zu beanspruchten. Dies dürfte zum Konflikt zwischen Eulen und Krähen geführt haben, wobei die Krähen zunächst einen Eulen-Nestling aus dem Nest geworfen haben könnten und es dann zu einem Vergeltungsschlag der Eltern kam – so jedenfalls unsere Theorie..

Die oben genannten Funde waren Grund genug für mich, mit meiner Fotoausrüstung anzurücken und die Suche nach den Elterntieren aufzunehmen. Auch mein Schwager ist Hobby-Naturfotograf und war begeistert, von den Funden zu hören und schloss  sich der Suche nach den Eulen an. Wir suchten die gesamte Region um den Fundort des Nestlings und der toten Krähe ab, konnten jedoch keinerlei Spuren entdecken, auch nicht in den Bäumen und alten Bauernhäusern der Nachbargrundstücke – Nix.

Doch dann, nach Einbruch der Dunkelheit, war da plötzlich ein lautloser Schatten am Himmel und uns war klar, dass wir unsere erste Eule gesichtet hatten.

Die Eule hatte sich in einem kleinen Baum, auf dem an die Fundstelle angrenzenden Grundstück, am Feldrain niedergelassen. Wir liefen am Rand des Feldes entlang, bis es möglich war, einen ersten Schnappschuss zu machen.

Das erste Eulenfoto. Nikon D500 1/6 f6,3 ISO12800, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3,  Stativ

Auch wenn es noch keine vorzeigbaren fotografischen Ergebnisse gab (siehe oben ;), waren wir euphorisiert und konnten es kaum abwarten, den Eulen in den nächsten Tagen erneut nachzustellen. Wir verabredeten, dass Hajo im Fall der Sichtung einer Eule, telefonisch Bescheid geben sollte.

An einem wunderschönen Sommerabend kam der ersehnte Anruf und ich machte mich sofort auf den Weg ins Dorf.

Die Eule saß oben in einem Baum und nahm ein Sonnenbad. Es war sofort erkennbar: es war eindeutig eine Waldohreule.

Waldohreule. Nikon D500 1/1250 f8 ISO800, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, OIS1, Handgehalten

Witzigerweise hat Hajo beinahe das gleiche Bild aufgenommen wie ich:

Waldohreule. Panasonic DMC-FZ150 f5.2 1/200 ISO100 660mm EFL. ©Hajo Krüger

Wie ich finde, produziert die kompakte Panasonic ganz vorzeigbare Ergebnisse (SOOC jpg)!

Während ich weitere Fotos machte, hat Hajo ein Bild von mir -bei der Arbeit- aufgenommen:

Bei der Arbeit. Panasonic DMC-FZ150 f4 1/500 ISO160 33mm EFL. ©Hajo Krüger

Ich habe dann mein Stativ aufgebaut und ein Video aufgezeichnet, da die Waldohreule durch die starke Sonneneinstrahlung am Hyperventilieren war.

Auch mein Schwager hatte sich uns inzwischen wieder angeschlossen und wir fotografierten die Eule nun gemeinsam. Offensichtlich war diese von dem Trubel völlig unbeeindruckt, denn auch über einer halben Stunde nach meine Ankunft hatte sich sich noch keinen Millimeter bewegt.

Waldohreule eine halbe stunde nach dem ersten Bild – keine Bewegung. Nikon D500 1/1000 f7,1 ISO400, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, OIS1, Handgehalten

Nach etwas mehr als dreißig Minuten eine erste Bewegung: die Waldohreule positionierte sich etwas näher an die Mistel in deren Nähe sie auch vorher schon gesessen hatte.

Eine weite halbe Stunde später – erste Bewegung. Nikon D500 1/500 f7,1 ISO400, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, OIS1, Handgehalten

Ein wenig später entdeckten wir auch noch eine zweite adulte Waldohreule in einem Nachbarbaum

Die zweite adulte Waldohreule. Nikon D500 1/125 f7,1 ISO400, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, OIS1, Handgehalten

Beide Eulen veränderten an diesem Abend nicht mehr ihren Sitzplatz bevor die Sonne unterging, weshalb wir nach den beiden folgenden Aufnahmen das Fotografieren vorerst einstellten.

Waldohreule kurz vor Sonnenuntergang. Nikon D500 1/160 f6,3 ISO800, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, Stativ

Waldohreule kurz vor Sonnenuntergang II. Nikon D500 1/200 f6,3 ISO1600, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, Stativ

Einige Tage später bin ich erneut zum Fotografieren der Waldohreulen raus in die Region gefahren und wurde mit Fotos von beiden adulten Tieren belohnt.

Waldohreule mit um 180° gedrehtem Kopf. Nikon D500 1/160 f6,3 ISO3200, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, OIS1, Handgehalten

Waldohreule an einer der Misteln. Nikon D500 1/200 f6,3 ISO6400, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, OIS1, Handgehalten

Ich habe auch wieder Videoaufnahmen gemacht und aus diesen einen kleinen Film mit „DaVinci Resolve“ geschnitten (mein Erstlingswerk).

Den Abschluss des ersten Posts über die Waldohreulen soll ein weiteres Bild- das mein Cousin aufgenommen hat- bilden, da dieses auch zugleich das letzte Foto ist, welches wir im Mai von den Eulen gemacht hatten.

Waldohreule im Abendrot. Panasonic DMC-FZ150 f4,8 1/30 ISO100 530mm EFL. ©Hajo Krüger

Im zweiten Teil folgen dann auch endlich Aufnahmen der jungen Eulen, die sich bisher rar gemacht haben.

Vielen dank an dich, Hajo, dass du die Bilder zum Posten zur Verfügung gestellt hast und für die schönen Abende, die wir zusammen mit deiner Familie beim Fotografieren der Eulen verbracht haben.

Ein standorttreuer Kormoran am Ihmeufer

Eines morgens habe ich, beim Joggen entlang des Ihmeufers, einen mir bekannten Naturfotografen (Jörg Loevenich aka HannoverNatur) getroffen, der gerade um einen Busch schlich. Wenig später hatte ich das Objekt seiner Begierde ausgemacht – ein Kormoran saß auf einem Ast und wartete geduldig auf Beute. Leider hatte ich keine Kamera dabei aber ich merkte mir die Lokation für später vor.

Wie es dann so kommt, hatte ich erst Tage später die Gelegenheit den Spot mit  der Kamera erneut aufzusuchen und tatsächlich – der Kormoran war wieder da. Also Kamera gezückt und ab in den Busch!

Nikon D500 1/160 f6,3 ISO800, 480mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, OIS1, Handgehalten

Sehr zu meiner Freude bemerkte mich der Kormoran zwar, nahm  aber keinerlei Anstoß an mir. So konnte ich mich immer weiter durch den Busch vorarbeiten und fotografieren.

Nikon D500 1/200 f6,3 ISO800, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, OIS1, Handgehalten

Nikon D500 1/200 f6,3 ISO800, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, OIS1, Handgehalten

Nikon D500 1/200 f7,1 ISO800, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, OIS1, Handgehalten

Nach dem ich ausgiebig Bilder gemacht hatte, habe ich mich dann vorsichtig zurückgezogen, um den Kormoran nicht doch noch aufzuscheuchen.

Obwohl die gezeigten Aufnahmen mir schon recht gut gefallen haben, hatte ich noch ein anderes Bild im Kopf. Ich wollte versuchen den Kormoran besser freizugestllen; also bin ich am Tag darauf nochmals, ausgerüstet mit meinem Sigma300mm f2.8, an den Standort des Kormorans zurückgekehrt.  Der Kormoran war glücklicherweise wieder an seinem Platz.

Nikon D500 1/800 f2,8 ISO400, 450mm EFL mit Sigma 300mm f2.8, Handgehalten

Nikon D500 1/800 f2,8 ISO400, 450mm EFL mit Sigma 300mm f2.8, Handgehalten

Der Kormoran tolerierte mich zum Glück erneut und so konnte ich nach einigen Aufnahmen auch noch meinen Telekonverter montieren und weitere Bilder machen.

Das Einbinden des Blattwerks im Vordergrund hat mir schon sehr gut gefallen.

Nikon D500 1/200 f4,5 ISO1600, 630mm EFL mit Sigma 300mm f2.8+TK1.4

Dann begann es zu regnen, und die Tropfen sammelten sich langsam auf dem Kopf des Kormorans und bildeten einen langsam wachsenden Perlenkopfschmuck.

Nikon D500 1/250 f4 ISO1600, 630mm EFL mit Sigma 300mm f2.8+TK1.4

Nikon D500 1/200 f4 ISO1600, 630mm EFL mit Sigma 300mm f2.8+TK1.4

Nikon D500 1/160 f4 ISO1600, 630mm EFL mit Sigma 300mm f2.8+TK1.4

Nikon D500 1/500 f4 ISO3200, 630mm EFL mit Sigma 300mm f2.8+TK1.4

Beim Kriechen durch das Strauchwerk des Uferbewuchses fiel mein Blick auf den Ansitz des Kormorans und seine Füße.

Nikon D500 1/200 f4 ISO1600, 630mm EFL mit Sigma 300mm f2.8+TK1.4

Bei der folgenden Hochformataufnahme, bei der der Kormoran frontal in die Kamera blickt, wirkt dieser geradezu schlangenhaft.

Nikon D500 1/400 f4 ISO3200, 630mm EFL mit Sigma 300mm f2.8+TK1.4

Meine Lieblingsaufnahme bleibt allerdings das Folgende, bei der die Augen eine beinahe hypnotische Ausstrahlung haben.

Nikon D500 1/200 f6,3 ISO800, 900mm EFL mit Sigma 150-600 f5,6-6,3, OIS1, Handgehalten

Bussarde am Ihmezentrum

In der kalten Jahreszeit konnte ich immer wieder Mäusebussarde in der Nähe des Ihmezentrums beobachten und fotografieren.

Zum ersten Mal wurde ich auf den Bussard durch meinen Schwager aufmerksam gemacht, der mich anrief um mir zu sagen, dass ein Bussard auf einem Baugerüst gegenüber dem Ihmezentrum sitzt. Sehr zu meiner Freude konnte ich ihn vom Balkon meiner Wohnung aus sehen, und gemeinsam mit zwei Krähen und einer Elster, die sich zu ihm gesellt hatten, fotografieren.

Bussard, Krähen und Elster in seltener Einigkeit. Nikon D500 1/1000 f4 ISO100, 450mm EFL mit Sigma 300m f2,8

Durch eine Veränderung meines Standpunkts konnte ich die Marktkirche, eine der Sehenswürdigkeiten Hannovers, in den Hintergrund integrieren.

Bussard auf seinem Ansitz mit der Marktkirche im Hintergrund, Nikon D500 1/500 f5,6 ISO140, 450mm EFL mit Sigma 300m f2,8

Der Bussard hatte es sich offensichtlich besonders bequem auf seinem Ansitz gemacht und ließ mir so die Möglichkeit in Ruhe das Objektiv zu wechseln und erneut den Standpunkt innerhalb des Ihmezentrums zu wechseln. So konnte ich den Turm der Stadtkirche St. Johannis mit in das Foto einbinden.

Bussard auf seinem Ansitz mit der „Stadtkirche St. Johannis“ im Hintergrund, Nikon D500 1/1000 f6,3 ISO450 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Einige Zeit später konnte ich einen Bussard vom Ihmeufer aus fotografieren. Er zog über dem Ihmepark, genauergesagt über dem sogenannten „Calenberger Loch“ (dem Ihmeufer-Abschnitt zwischen Benno-Ohnesorg-Brücke und Leinertbrücke auf der Uferseite der Calenberger-Neustadt) seine Bahnen.

Bussard über dem Ihmepark. Nikon D500 1/1000 f6,3 ISO320 900mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Wärend des Fluges entlang des Ihmezentrums wurde der Bussard immer wieder von Krähen belässtig.

Der Bussard während des Flug entlang des Ihmezentrums von einer Krähe belästigt. Nikon D500 1/1000 f9 ISO5600 900mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Bussard und Krähe vor dem Ihmezentrum #2. Nikon D500 1/1000 f6,3 ISO2000 900mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Irgendwann konnte der Bussard die lästige Krähe dann abschütteln und flog alleine weiter.

Nikon D500 1/1000 f9 ISO4000 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/1000 f8 ISO180 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Ob die Bussarde am Ihmezentrum es, wie ihr Name vermuten lässt, tatsächlich auf Mäuse abgesehen haben, kann ich nicht beantworten. Aus Gesprächen mit Anwohnern habe ich aber entnommen, dass die Bussarde dabei beobachtet wurden, wie sie sich an den zahlreich im Ihmezentrum vorkommenden Tauben und Enten gütig getan haben. Ob sie diese aber selbstständigt erlegt hatten kann ich nicht beurteilen, da ich sie leider noch nicht bei der Nahrungsaufnahme bzw. bei einer erfolgreichen Jagd beobachten konnte.

Einige Tage später konnte ich den Bussard von meinem Balkon aus im Flug fotografieren.

Nikon D500 1/2000 f6,3 ISO100 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Auch vor dem Hintergrund des Neuen Rathaus konnte ich ein Bussard-Foto machen.

Nikon D500 1/800 f8 ISO1250 900mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Währen einer anderen Session konnte ich den Bussard auf zwei komplettem Vorbeiflügen vor meinem Balkon fotografieren

Nikon D500 1/400 f9 ISO400, 285mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/640 f9 ISO400 285mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/500 f9 ISO400, 450mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/250 f9 ISO400, 450mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/800 f9 ISO400, 450mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Wenig später setzte sich der Bussard auf einem Baum am gegenüberliegenden Ihmeufer, mit der Waterloosäule im Hintergrund, zur Ruhe.

Nikon D500 1/640 f8 ISO400, 900mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Bei einer anderen Session habe ich wieder einmal den Zwist eines Bussards mit einer Krähe festhalten können

Nikon D500 1/640 f8 ISO800, 600mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/2000 f9 ISO800, 405mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/2000 f9 ISO800, 360mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/640 f8 ISO400, 900mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nach einer langen Verfolgungsjagt musste sich der Bussard dann erstmal Ausruhen, doch die Krähe ließ ihn nicht zur ruhe Kommen und so ging die Verfolgung in die nächste Runde

Nikon D500 1/1000 f9 ISO280, 900mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/800 f9 ISO250, 900mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/1250 f9 ISO200, 247mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Zum Abschluss noch ein Paar Flugaufnahmen:

Nikon D500 1/1000 f8 ISO220, 900mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/640 f8 ISO900, 900mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/640 f8 ISO900, 900mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/640 f8 ISO900, 900mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/640 f8 ISO900, 900mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/640 f8 ISO900, 900mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/640 f8 ISO800, 900mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/640 f8 ISO800, 900mm EFL mit Sigma 150-600mm f5,6-6,3

 

 

Bussarde in der Eilenriede

Wie bereits im letzten Beitrag angekündigt, habe ich auf meinen Frühjahrs-Spaziergängen in der Eilenriede auch noch einem weiteren geflügelten Waldbewohner meine fotografische Aufmerksamkeit zukommen lassen. Bei diesem handelt es sich, wie dem Titel(Bild) zu entnehmen ist, um den Bussard.

Als ich eines Tages auf meiner Runde durch Hannovers Stadtwald einen Mäusebussard auf seinem Ansitz sitzen sah, pirschte ich mich vorsichtig an ihn heran.

Nikon D500 1/250 f6,3 ISO1600 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Ich war über die geringe Fluchtdistanz des Bussards sehr überrascht; ich konnte mich langsam auf eine Distanz von etwa 5m nähern und habe dann, aus Furcht ihn doch noch aufzuscheuchen, die Position beibehalten.

Nikon D500 1/320 f7,1 ISO1600 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nach einiger Zeit erfolglosen Wartens auf Beute, flog der Bussard dann weiter zum nächsten Ansitz.

Dass die Freude bei mir groß war auf einen Bussard zu treffen, der mir so wenig Scheu entgegenbrachte,  dürfte verständlich sein. Ich war bisher vom Aufeinandertreffen mit Bussarden auf freiem Feld (außer evtl. mal auf der ein oder anderen glücklichen Autopirsch) deutlich anderes gewöhnt.

Ich beschloss mein Augenmerk beim Fotografieren in der Eilenriede ganz besonders auf Bussarde zu richten und begann die Umgebung um meine erste Sichtung, ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen.

Bei der Erkundung der näheren Umgebung habe ich dann relativ schnell ein Greifvogelnest in der Krone eines Nadelbaums ausmachen können.

Nikon D500 1/250 f8 ISO1600 405mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Im Laufe der Zeit habe ich in der Region um das Nest dann auch mehrfach die Paarung zweier Bussarde beobachten und leidlich fotografieren können. Somit dürfte auch eine eindeutige Zuordnung des Nestes zu den Bussarden erfolgt sein.

Nikon D500 1/500 f6,3 ISO800 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Über den Wipfeln der Bäume konnte ich während meiner Runden bis zu vier Bussarde gleichzeitig beobachten.

Auf meinen Fototouren traf ich immer wieder auf menschliche Waldbesucher, denen diese einheimischen Raubvögel schon länger ein Begriff waren, und so hörte ich Geschichten über Zankereien der Bussarde mit einem in der Nähe lebenden Waldkautzpaar (das ich leider nicht zu Gesicht bekam) und von Scheinangriffen der Bussarde auf Jogger während der Brutphase.

Nikon D500 1/124 f8 ISO1600 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/250 f7,1 ISO1600 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Bei dem abgebildeten  Vogel könnte es sich meiner Meinung nach immer wieder um das selbe Tier handeln, das ich häufiger fotografieren konnte. Es könnte sich dabei um einen Jährling handeln, da er noch Reste der für Jungvögel typischen weißen Umsäumung der Federn zeigt.. auch wenn dies wohl keine sichere Altersbestimmung zulässt.

Nikon D500 1/400 f7,1 ISO1250 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/200 f6,3 ISO1600 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Zu meiner Überraschung landeten der oder die Bussarde auch immer wieder wenige Meter vor meinen Füßen. Wobei hier selten wirklich ansprechende Bilder entstanden, da das Unterholz immer wieder Teile der Vögel verdeckte oder der unruhige Hintergrund eine saubere Freistellung  unmöglich machte.

Leider blieben die Jagdversuche  während meiner Anwesenheit erfolglos. Was für mich einmal mehr dafür spricht, dass ich zumeist den selben subalulten Bussard fotografiert habe, der unerschrocken von meiner Gegenwart seine ersten Versuche unternahm.

Nikon D500 1/500 f6,3 ISO1600 615mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/250 f6,3 ISO800 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/640 f8 ISO1600 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

…. immer wieder fotogene Ansitze.

Nikon D500 1/500 f7,1 ISO1250 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/160 f6,3 ISO1600 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/640 f6,3 ISO1600 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Auch beim Putzen konnte ich einige schöne Aufnahmen machen.

Nikon D500 1/320 f7,1 ISO1250 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Nikon D500 1/320 f7,1 ISO1250 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Gute Flugbilder sind mir leider nicht gelungen. Im folgenden Bild setzt der Bussard grade zum Start an.

Nikon D500 1/500 f6,3 ISO1250 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

In der Hoffnung doch noch an ein paar Flugaufnahmen zu kommen, habe ich auch mein „kleines“ Sigma 300mm f2.8 bemüht; doch auch damit hatte ich kein Glück. Ein paar schöne Bilder sind mit aber trotzdem gelungen, auch wenn die deutlich andere Zeichnung sofort ins Auge fällt. Mit dem 300mm Objektiv war es leichter, wesentlich leichter nach oben gerichtet zu fotografieren und so konnte ich u.a. zwei schöne Aufnahmen beim Putzen festhalten. Man beachte dabei die Krallen!

Nikon D500 1/640 f5,6 ISO5000 630mm EFL Sigma 300mm f2,8 + Tk1.4

Nikon D500 1/640 f4 ISO1600 450mm EFL Sigma 300mm f2,8

Zum Abschluss noch ein abstraktes „Flugbild“ eines vom Boden startenden Bussards – In diesem Sinne: Abflug – bis zum nächsten Post.

Nikon D500 1/320 f6,3 ISO1600 600mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

 

 

Frühlingserwachen in der Eilenriede (April)

Zu Beginn diesen Jahres habe ich die Eilenriede, Hannovers Stadtwald, für mich entdeckt und ihn sowohl aus fotografischer Sicht als auch zur Entspannung sehr zu schätzen gelernt.

Ich habe die Eilenriede auf zahlreichen Spaziergängen erforscht und dokumentiert. Wobei mich dabei zunächst vor allem die Buschwindröschen fasziniert haben, die den Boden – zum Teil wie ein großer weißer Teppich- überzogen haben.

Buschwindröschen in der Abendsonne. Fuji X100t 1/125  f11 ISO320 WCL100 28mm EFL

Buschwindröschen von oben. Fuji X100t 1/125 f8 ISO500 35mm EFL

Buschwindröschen Nahaufnahme. Fuji X100t, 1/125s, f2.8, ISO200 35mm EFL

 

Rosa Buschwindrößchen im Detail. Nikon D500 1/500 f2.8 ISO800 Sigma 300mm f2.8 450mm EFL

Weitere Frühlingsboten waren natürlich die wiedererwachten Vögel des Waldes, die mit ihrem Gesang ein ständiger Begleiter auf den Waldwegen waren.

Nikon D500 1/160 f6,3 ISO2000 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Baumläufer, Nikon D500 1/800 f6,3 ISO2000 750mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Rotkehlchen. Nikon D500 1/200 f6,3 ISO2000 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Der Buchfink nutzte die verletzte Stelle einer Birke als Wasserquelle. Nikon D500 1/160 f6,3 ISO3200 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Blaumeise, Nikon D500 1/200 f6,3 ISO2000 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Unter den Vögeln kamen auch schon die ersten Frühlingsgefühle auf…

Buntspächte beim Vögeln (sry musste sein). Nikon D500 1/1600 f7,1 ISO2000 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Der Zaunkönigmann indes war fleißig mit Nestbau und dem Werben um ein Zaunkönigweibchen mit seinem Gesang beschäftigt

Zaunkönig beim Nestbau. Nikon D500 1/320 f6,3 ISO3200 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Zaunkönig beim Nestbau. Nikon D500 1/400 f6,3 ISO3200 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Zaunkönig beim Nestbau. Nikon D500 1/400 f6,3 ISO3200 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Zaunkönig beim Balzgesang. Nikon D500 1/800 f6,3 ISO3200 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Auf einem meiner Spaziergänge traf ich auf einen Buchfinken,  dem ein Kaugummi am Fuß klebte. Traurig, aber augenscheinlich war er glücklicherweise nicht zu sehr dadurch gehandicapt.

Buchfink mit Kaugummi am Fuß. Nikon D500 1/250 f6,3 ISO1000 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Auch die Bodenbewohner der Eilenriede sind wieder erwacht

Maus am Eilenriedeboden auf der Nahrungssuche. Nikon D500 1/200 f6,3 ISO2000 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Maus, Nikon D500 1/400s f6,3 ISO1600 900mm EFL Sigma 150-600 f5,6-6,3 Sports

Auch eine weitere Pflanze hatte mich in ihren Bann gezogen: der Gefleckte Aronstab spross aus dem Waldboden und versuchte mit seiner Opulenten Blüte kleine Insekten anzulocken, um diese zu verdauen.

Blütenstand des Gefleckten Aronstabs, Huawei P9, 1/50s f2.2 ISO80, 28mm EFL
Blütenstand des Gefleckten Aronstabs, Huawei P9, 1/50s f2.2 ISO80, 28mm EFL

Und dann waren da noch andere geflügelte Bewohner der Eilenriede die mich in ihren Bann gezogen haben.. aber dazu später mehr. Gute Nacht 😉

Vollmond über der Eilenriede. Nikon D500 1/400 f8 ISO400 900mm EFL Sigma 150-600mm f5,6-6,3

Frühling im Großen Holz (März-April)

Nach langer Zeit der Abstinenz möchte ich mit diesem Post endlich wieder beginnen, auf meinem Blog Inhalte zu veröffentlichen.

In der Zwischenzeit habe ich einiges an Bildern bei Instagram hochgeladen, wer diese verpasst hat, kann sie sich hier anschauen.

Ich habe im Frühjahr etliche Fotowalks im Großen Holz, einem Wald vor den Toren Hannovers unternommen und auf diesen einige schöne Tierbeobachtungen machen können, die Ich an dieser Stelle mit euch teilen möchte.

Weiterhin habe ich die Chance wahrgenommen, die gute Sicht in das Unterholz zu nutzen , um Fuchs- bzw Dachsbauten lokalisieren zu können, ohne die Wege verlassen zu müssen und die Tiere unnötig zu stören. Doch dazu mehr in einem anderen Post.

Beginnen möchte ich mit einem Bild von einem schwarzen Rehbock, den ich im Laufe meiner Besuche immer wieder beobachten und fotografieren konnte.

Schwarzer Rehbock auf Futtersuche. NIKON D500 1/400s
f6.30 ISO6400 EFL 1200 mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport

Er hielt sich mit seinem Gefolge aus drei Ricken immer wieder im gleichen Bereich des Waldes auf, um nach Futter zu suchen.

Der schwarze Rehbock mit zwei Ricken aus seinem Gefolge. NIKON D500 1/160s f6.30 ISO 3200 1200 mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3

Ricke aus dem Gefolge des schwarzen Rehbocks beim Verzehr von frischem Frühlingsgrün. NIKON D500 1/320s f6.30 ISO6400 EFL 1200 mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport

Der schwarze Rehbock mit einer Ricke im Hintergrund. NIKON D500 1/250 s f6.30 ISO1600 EFL 900 mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport

Mit Beginn der Setzzeit, löste sich der Verband auf und ich konnte den schwarzen Rehbock seither nicht mehr beobachten . Sehr wohl aber einige der Ricken aus seinem Gefolge.

Ricke am Rand einer Lichtung. NIKON D500 1/800s f6.30 ISO1600 1/800 seconds EFL 750mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3

Auf meinen Fotowalks konnte ich aber nicht nur Rehe beobachten sondern auch eine große Zahl an Vögeln, von denen ich euch nachfolgend einige Aufnahmen zeigen möchte.

Goldhähnchen. NIKON D500 1/800s f6.30 ISO6400 EFL 900 mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport

Milan mit Nistmaterial. NIKON D500 1/250s f6.30 ISO3200 EFL 900 mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport

Milan im Flug. NIKON D500 1/1600 seconds f8 ISO800 EFL 900mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport

Mönchsmeise mit Buchecker. NIKON D500 /1600s f8 ISO1600 – 1/1600 seconds EFL 825mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport

Distelfink (Stieglitz). NIKON D500 1/2000s f6.30 ISO800 EFL 900 mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport

Mittelspecht im Birkenhain. NIKON D500 1/500s f6.30 ISO3200 1/500s EFL 825mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3

Eine besonders schöne Beobachtung war für mich ein Grünspecht auf seinem Balzplatz, dessen „kichernden“ Ruf ich schon von weitem vernommen hatte, ihn jedoch nicht zuordnen konnte.

Grünspecht auf seinem Balzplatz beim erledigen seines „Geschäfts“. NIKON D500 1/2500 seconds f9 ISO1600 EFL 900 mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport

Am Rande einer Waldlichtung habe ich einen sehr schönen Brutplatz entdeckt, in dem eine Drossel brütete.

Drossel beim Brüten #1. NIKON D500 1/500s f9 ISO800 EFL 690 mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport

Drossel beim Brüten #2. NIKON D500 1/640s f8 ISO1600 EFL 900 mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport

Bei der Aufnahme des nachfolgenden Teichfrosches, mit der ich diesen Post schließen möchte ist mir leider ein kleines Missgeschick passiert. Beim versuch, mich in eine möglichst gute Fotoposition zu bringen, um den in der Mitte eines Moortümpels hockenden Frosch möglichst ästhetisch ablichten zu können, bin ich auf eine auf dem Wasser schwimmende Grassode getreten – mit dem Resultat, dass ich bis übers Knie im Wasser stand. ZumGlück für meine Fotoausrüstung konnte ich diesen Fehltritt ausbalancieren und ein ansprechendes Bild festhalten.

Teichfrosch. NIKON D500 1/800s f6.30 ISO1600 1/800s EFL 900mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport