Frühling im Großen Holz (März-April)

Nach langer Zeit der Abstinenz möchte ich mit diesem Post endlich wieder beginnen, auf meinem Blog Inhalte zu veröffentlichen.

In der Zwischenzeit habe ich einiges an Bildern bei Instagram hochgeladen, wer diese verpasst hat, kann sie sich hier anschauen.

Ich habe im Frühjahr etliche Fotowalks im Großen Holz, einem Wald vor den Toren Hannovers unternommen und auf diesen einige schöne Tierbeobachtungen machen können, die Ich an dieser Stelle mit euch teilen möchte.

Weiterhin habe ich die Chance wahrgenommen, die gute Sicht in das Unterholz zu nutzen , um Fuchs- bzw Dachsbauten lokalisieren zu können, ohne die Wege verlassen zu müssen und die Tiere unnötig zu stören. Doch dazu mehr in einem anderen Post.

Beginnen möchte ich mit einem Bild von einem schwarzen Rehbock, den ich im Laufe meiner Besuche immer wieder beobachten und fotografieren konnte.

Schwarzer Rehbock auf Futtersuche. NIKON D500 1/400s
f6.30 ISO6400 EFL 1200 mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport

Er hielt sich mit seinem Gefolge aus drei Ricken immer wieder im gleichen Bereich des Waldes auf, um nach Futter zu suchen.

Der schwarze Rehbock mit zwei Ricken aus seinem Gefolge. NIKON D500 1/160s f6.30 ISO 3200 1200 mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3
Ricke aus dem Gefolge des schwarzen Rehbocks beim Verzehr von frischem Frühlingsgrün. NIKON D500 1/320s f6.30 ISO6400 EFL 1200 mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport
Der schwarze Rehbock mit einer Ricke im Hintergrund. NIKON D500 1/250 s f6.30 ISO1600 EFL 900 mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport

Mit Beginn der Setzzeit, löste sich der Verband auf und ich konnte den schwarzen Rehbock seither nicht mehr beobachten . Sehr wohl aber einige der Ricken aus seinem Gefolge.

Ricke am Rand einer Lichtung. NIKON D500 1/800s f6.30 ISO1600 1/800 seconds EFL 750mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3

Auf meinen Fotowalks konnte ich aber nicht nur Rehe beobachten sondern auch eine große Zahl an Vögeln, von denen ich euch nachfolgend einige Aufnahmen zeigen möchte.

Goldhähnchen. NIKON D500 1/800s f6.30 ISO6400 EFL 900 mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport
Milan mit Nistmaterial. NIKON D500 1/250s f6.30 ISO3200 EFL 900 mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport
Milan im Flug. NIKON D500 1/1600 seconds f8 ISO800 EFL 900mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport
Mönchsmeise mit Buchecker. NIKON D500 /1600s f8 ISO1600 – 1/1600 seconds EFL 825mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport
Distelfink (Stieglitz). NIKON D500 1/2000s f6.30 ISO800 EFL 900 mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport
Mittelspecht im Birkenhain. NIKON D500 1/500s f6.30 ISO3200 1/500s EFL 825mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3

Eine besonders schöne Beobachtung war für mich ein Grünspecht auf seinem Balzplatz, dessen „kichernden“ Ruf ich schon von weitem vernommen hatte, ihn jedoch nicht zuordnen konnte.

Grünspecht auf seinem Balzplatz beim erledigen seines „Geschäfts“. NIKON D500 1/2500 seconds f9 ISO1600 EFL 900 mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport

Am Rande einer Waldlichtung habe ich einen sehr schönen Brutplatz entdeckt, in dem eine Drossel brütete.

Drossel beim Brüten #1. NIKON D500 1/500s f9 ISO800 EFL 690 mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport
Drossel beim Brüten #2. NIKON D500 1/640s f8 ISO1600 EFL 900 mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport

Bei der Aufnahme des nachfolgenden Teichfrosches, mit der ich diesen Post schließen möchte ist mir leider ein kleines Missgeschick passiert. Beim versuch, mich in eine möglichst gute Fotoposition zu bringen, um den in der Mitte eines Moortümpels hockenden Frosch möglichst ästhetisch ablichten zu können, bin ich auf eine auf dem Wasser schwimmende Grassode getreten – mit dem Resultat, dass ich bis übers Knie im Wasser stand. ZumGlück für meine Fotoausrüstung konnte ich diesen Fehltritt ausbalancieren und ein ansprechendes Bild festhalten.

Teichfrosch. NIKON D500 1/800s f6.30 ISO1600 1/800s EFL 900mm Sigma 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 Sport

Rehe an der A2 bei Braunschweig Watenbüttel

Jedes Jahr sammeln sich im Herbst die Rehe der Braunschweiger Rieselfelder an der A2 und verbringen dort den Winter, bis sich der Sprung zu Beginn der Setzzeit wieder auflöst.

Ich habe dieses Verhalten bereits seit dem Herbst 2013 beobachten und fotografieren können. Am Ende dieses Posts werde ich einige dieser Aufnahmen zeigen.

Beginnen möchte ich aber mit meinen aktuellen Erlebnissen: Oft sieht man die Rehe bereits, wenn man die A2 von Hannover in Richtung Braunschweig  befährt. So war es auch dieses Mal.  Bereits von weitem konnte man sehen, dass sich dieses Jahr enorm viele Rehe nahe der Autobahnabfahrt versammelt hatten.

Ich habe mich dem Sprung wie üblich vorsichtig mit dem Auto genähert. Dies ist die Methode, die am wenigsten Unruhe bei den Rehen erzeugt. Bei diesem Besuch wurde die Situation jedoch durch die Anwesenheit von Traktoren bei der Arbeit verkompliziert und die Rehe waren besonders scheu.

Rehe und Traktor an der A2 2017, Nikon D500 + Sigma 150-600 Sport

Trotzdem konnte ich mich dem Sprung auf Tele-Reichweite annähern und erkennen, dass dieser, wie bereits seit 2013, drei Böcke beinhaltet.

Nach einigen nicht besonders spannenden Fotos haben sich die Rehe dann in Bewegung gesetzt und ich konnte ihnen vorsichtig mit dem Auto folgen.

Rehe auf dem Rückzug;  Nikon D500 + Sigma 150-600 Sport

Auf dem Rückzug des Sprungs hatte mich immer mindestens einer der Böcke im Visier.

Reh und Traktor;  Nikon D500 + Sigma 150-600 Sport

Auf Höhe einer  kleinen Baumgruppe legte der Sprung einen Zwischenstopp ein, bis er sich schließlich weiter zurückzog  und nun Bäume die Sicht versperrten.

Zwischenstop;  Nikon D500 + Sigma 150-600 Sport

Um weitere Fotos machen zu können, musste ich nachdem ich die Windrichtung geprüft hatte, zu Fuß die Verfolgung aufnehmen. Dazu galt es – in der Deckung der Bäume- erst ein Feld und dann einen Wassergraben zu überqueren.

Der Aufwand wurde durch einige schöne Bilder belohnt. Zwischen den Bäumen stand ein alter Anhänger, wie er z.B. zum Transport von Getreide genutzt wird. Diesen konnte ich als Deckung zum Auflegen der Kamera (u.a. für einige kurze Videos) und zur kreativen Bildgestaltung nutzen.

Rehe fotografiert durch einen ausgemusterten Anhänger;  Nikon D500 + Sigma 150-600 Sport

Man spürte Bereits das Frühlingserwachen der Rehe.  Ich konnte beobachten wie sich die Rehböcke gegenseitig jagten und die Rehe immer wieder „Zärtlichkeiten“ austauschten.

Nikon D500 + Sigma 150-600 Sport
Rehböcke Jagen sich, Nikon D500 + Sigma 150-600 Sport, Jpg mit reduzierter Auflösung, da das Foto aus dem Video-Livemode heraus aufgenommen wurde
Zärtlichkeiten, Nikon D500 + Sigma 150-600 Sport

Als sich die Rehe dann irgendwann alle zur Rast niedergelegt hatten, nutzte ich die Gunst der Stunde, sie wieder sich selbst zu überlassen.

Feierabend, Nikon D500 + Sigma 150-600 Sport

Noch ein paar Tips zum Fotografieren aus dem Auto:

Wenn man mit dem Auto eine aussichtsreiche Position erreicht, hat sollte man den Motor ausschalten und das Auto ausrollen lassen, um keine Bremsgeräusche zu erzeugen (die Postion zum Anhalten lässt sich durch das Loslassen der Kupplung bei eingelegtem Gang steuern).

Wenn man mit einem Objektiv arbeitet, das über einen Bildstabilisator verfügt, so sollte man diesen dringendst ausschalten, wenn doch mal bei laufendem Motor fotografiert wird. Andernfalls führen die Vibrationen, die dieser verursacht, sonst zu massenweise unbrauchbaren Fotos .

Wer mag, kann ein Fensterscheiben-Stativ verwenden. Diese Lösung habe ich aber noch nicht getestet und stelle sie mir auch etwas zu unflexibel vor.

 

Zum Abschluss noch einige meiner Lieblingsbilder aus den Vorjahren:

Rehe BS an der A2 2013; D7000 Tamron 70-300 @375mm ; f8, 1/500, ISO 800
Reh an der A2 2015, D7000 Sigma 300mm 2,8 + tk1,4 630mm KB; f5,6, 1/640, ISO1000
Rehe im Schnee an der A2 2016, D7000 Sigma 300mm f2.8 + tk1.4 630mm KB, f5,6, 1/640, ISO400